Startseite   Kontakt   Berufsinfo   Forum   Intern
 

Berufsinformation

 
Glas  ist laut der Thermodynamik eine gefrorene Flüssigkeit. Das heißt, der Werkstoff Glas kühlt nach dem Schmelz- und Heißbearbeitungsprozess so rasch ab, so dass die Atome keine geordnete Struktur rechtzeitig einnehmen können. Daher entsteht die glastypische Eigenschaft – Glas ist lichtdurchlässig.
 
Glasapparate sind technische Gebilde von meist hoher Komplexität. Sie finden unteranderem Einsatz in
 
• wissenschaftlichen Laboren
• der pharmazeutischen und chemischen Industrie
• der Beleuchtungsmittelindustrie
• der Lebensmittelindustrie der Messtechnik
 

 

 
Glasapparatebauer/-innen be- und verarbeiten Glasröhren und Glasstäbe manuell oder maschinell mit Hilfe eines Brenners zu Glasapparaturen. In dieser Heißverarbeitung kann der/die Handwerker/in nach vorgegebenen technischen Zeichnungen die Glasröhren und Glasstäbe an- und ineinander verschmelzen, biegen, ziehen, einengen, ausweiten und auch zu einer Kugel formen. Neben der Heißverarbeitung muss ein/e Glasapparatebauer/-in den Werkstoff bohren, schleifen, „sägen“, schneiden, evakuieren, ätzen und versilbern. Aber auch defekte Glasgeräte werden von ihm/ihr repariert. Neben der Ver- und Bearbeitung von Glas gehören Kundenberatung, Entwicklung von neuen Glasapparaturen und deren Weiterentwicklung zum Berufsalltag dazu. Glasapparatebauer/-innen arbeiten in Industrie- oder Handwerksbetrieben, im Laborglashandel oder Laboratorien und Forschungseinrichtungen.
 

 

 
Ausbildung/ Weiterbildung - Glasapparatebau ist in Deutschland ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die 3-jährige Berufsausbildung unterteilt sich in betriebliche und schulische Ausbildung (duales System). Mit dem erfolgreichen Bestehen der Prüfung ist man Facharbeiter/-in. Ist dies erreicht, besteht die Möglichkeit einer Weiterbildungsmaßnahme zum/r Handwerksmeister/-in oder Industriemeister/-in oder Techniker/-in.